Worum geht es


Das Zeltlager ist eine gut zweiwöchige Erholungs- und Erlebnisfreizeit für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 15 Jahren, die jährlich in der ersten Hälfte der Sommerferien stattfindet.


Die Teilnehmenden wohnen fast zwei Wochen in einer kleinen Zeltstadt inmitten der Natur und haben im Rahmen zahlreicher Spiele und Aktionen die Möglichkeit, neue Freunde zu finden. Sie lernen aber vorallem auch, in einer großen Gemeinschaft miteinander auszukommen, einander zu helfen und unter den nicht ganz alltäglichen Zeltlagerbedingungen zurechtzukommen.


Außerdem heißt es für zehn Tage Abschied zu nehmen von Fernseher, Computer und Smartphone
- stattdessen sind viele Spiele, kreative Basteleien und Gitarrenmusik am Lagerfeuer angesagt.

Wer macht was


Die Organisation und Durchführung liegt in den Händen einer Gruppe Jugendlicher und Erwachsener, die das Zeltlager vorbereiten und die Teilnehmer während der Freizeit betreuen.


Viele von ihnen beteiligen sich schon seit vielen Jahren an der Organisation und Durchführung des Zeltlagers - viele waren früher selbst schon als Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Die Betreuer arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und investieren viel Zeit, Kraft und Elan in die Sommerfreizeiten.


Die Leiterrunde, so nennt sich das Team, besteht aus etwa zehn Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren, die sich um die Gruppe im Zeltlager kümmern. Die Lagerleitung ist hauptverantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Jugendfreizeit. Unser Küchenteam, bestehend aus zwei Personen, hat sich dem leiblichen Wohl der Lagerteilnehmerinnen und - teilnehmer verschrieben.

Wo wir zelten


Einen geeigneten Ort zum Zelten zu finden, ist der wohl wichtigste Punkt in der Vorbereitung der Sommerfreizeit.


Da wir normalerweise etwa zehn Zelte aufbauen und zusätzlich eine ausreichend große Spielwiese brauchen, sollte die Zeltwiese nicht kleiner als 1000 m2 groß sein.


Des Weiteren versuchen wir stets einen Platz am oder im Wald zu finden, der idealerweise von Bäumen und Sträuchern umgeben ist. So kann man sich ungestört in die Zeltlageratmosphäre einleben und findet ausreichend Brenn- und Bauholz in der Nähe, ohne das im Lager nichts geht.


Hervorragend ist außerdem ein kleiner Fluss oder ein großer Bach, der auch im Sommer genügend Wasser führt, um sich bei der Sommerwärme auch mal abzukühlen.


Was ist anders


Natürlich ist einiges im Zeltlager anders, als die Kinder es aus dem Alltag gewohnt sind.

Zelte


Die Lagerteilnehmer übernachten in Zelten, die aus imprägnierter Baumwolle gefertigt sind. Diese Zelte sind ca. 5x5 m groß und bieten Platz für bis zu acht Personen.

Gruppen


Zu Beginn der Freizeit werden die Teilnehmenden in Mädchen- und Jungengruppen eingeteilt. Jede Gruppe wird von ein bis zwei Gruppenleitern betreut und in jeweils einem Zelt untergebracht. Während des Zeltlagers wird ein Lagerwettbewerb durchgeführt, bei dem es auf die unterschiedlichsten Fertigkeiten ankommt - und somit jeder gebraucht wird. Außerdem baut sich jede Gruppe zu Beginn des Lagers einen gemeinsamen Mülleimer sowie einen Zeltsteg, damit man immer trockenen Fußes im Zelt umher gehen kann.

Dienste


Um ein geordnetes Leben während der Lagerzeit zu gewährleisten, gibt es zahlreiche Aufgaben, die von den Teilnehmenden erledigt werden müssen. Jeden Tag hat man dabei eine andere Aufgabe.



Der Küchendienst kümmert sich um den Abwasch des Küchengeschirrs, also der zahlreichen Töpfe, Pfannen, Wannen und des Zubehörs, das beim Kochen genutzt wurde. Natürlich wird hier nicht der Abwasch des Geschirrs aller Teilnehmer übernommen - diese Pflicht liegt bei jedem Einzelnen.

Die Vorbeter lesen morgens, mittags und abends ein Gebet zu den Mahlzeiten
sowie zur guten Nacht.


Die Nachtwache sitzt alle paar Nächte für etwa zwei Stunden zu zweit auf einem Posten und bewacht das Zeltlager - eine Aufgabe, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer während der Ferienfreizeit mehrmals übernehmen muss.

Das Wache halten ist notwendig, da das Zeltlager immer mal wieder "überfallen" werden kann - ein harmloses, allerdings ein wenig Mut erforderndes großes Spiel. Das oberste Ziel der "Überfaller" ist es, unsere Banner zu klauen. Das sind Fahnen, die an einem hohen Mast in der Mitte des Lagerplatzes, dem Banner, wehen. Sie können es aber auch auf Essen, Getränke oder Küchengeschirr abgesehen haben.

Daher ist es wichtig die Überfaller schnell zu bemerken, etwa indem man auf auffällige Geräusche oder Bewegungen achtet. Wird etwas bemerkt, schläft die Nachtwache Alarm und versucht die Überfaller daran zu hindern etwas zu entweden. Dabei kommen dann natürlich auch die Leiter zur Hilfe.

Die Überfäller sind in der Leiterrunde meist bekannt und mit den Regeln dieses Spiels vertraut - in der Regel handelt es sich um ehemalige Teilnehmer, Freunde oder Familien der Personen im Zeltlager.


Frei haben die Teilnehmenden am Tag nach der Nachtwache. Hier ist in der Regel kein Dienst zu erledigen, damit sich alle von der Nachtwache erholen können.


Waschen


Während des Zeltlagers ist Körperpflege natürlich unerlässlich. Unsere Zeltplätze besitzen alle ein Waschhaus, das mit Waschbecken, Toiletten und Duschen ausgestattet ist.

Essen


Während des Lagers kümmert sich ein zweiköpfiges Küchenteam  um das leibliche Wohl. Einmal am Tag - entweder mittags oder abends - gibt es warmes Essen. Dieses wird meistens in der Küche auf mehreren Gaskochern gekocht oder gebraten, manchmal aber auch über der Glut des Lagerfeuers gegrillt.

Zum Frühstück gibt es Bromt mit Marmelade, Wurst oder Käse, dazu Milch oder Kakao und Tee. Nachmittags kann es als Snack mal Kuchen, Obst oder Joghurt geben.